Nachhaltigkeitsbericht

Vorwort

Fortschritte begleitet von neuen Problemen charakterisierten die Abläufe des vergangenen Berichtsjahres hinsichtlich der Nachhaltigkeit unseres Unternehmens. Kaum waren die direkten Eingriffe durch die Covid-19-Pandemie überwunden, erwiesen sich die entstandenen Probleme entlang vieler Lieferketten als längerfristig. Produktions- und Transportkapazitäten blieben knapp und die Inflation zog erstmals merklich an.
Der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine ließ dann Energie- und Rohstoffpreise in einem Maße steigen, wie es seit den 1970er Jahren nicht mehr erfolgt war, und die Inflation beschleunigte sich nochmals über die gesamte Wirtschaft.

Bereits im Winter 2021/22 haben wir in zusätzliche Produktionskapazitäten investiert und neue Fertiger gewinnen können, um den zwangsläufig entstandenen Lieferrückständen begegnen zu können. Dass trotz pandemiebedingtem Einbruch der Wirtschaftlichkeit liquide Mittel hierfür vorhanden waren, ist unseren Gesellschaftern zu verdanken.
Eine besondere Herausforderung entstand natürlich an unseren Standorten in der Ukraine. Details hierfür sind im Folgenden zu lesen. An dieser Stelle möchten wir aber bereits unseren Respekt und unsere tiefe Dankbarkeit für die eigenen und fremden Mitarbeiter/innen in der Ukraine für deren unermüdlichen und enorm mutigen Einsatz zum Ausdruck bringen.
Große Aufmerksamkeit erfordert der Aufbau neuer Produktionskapazitäten in Usbekistan. Durch den fortschreitenden Ausbau eines politischen und wirtschaftlichen Netzwerks sind wir optimistisch, effektive Kapazitäten zügig aufbauen zu können.
Schulungen mit eigenen Technikern bei Fremdfertigern haben die dortigen Arbeitsprozesse partnerschaftlich optimiert und führten zu vermindertem Ressourcenverbrauch, vor allem aber auch zu erhöhter Effektivität im Sinne der Nähkräfte.

Grüner Knopf Fairtrade
Solaranlage

Auch haben wir die Fairtrade-Initiative weiterhin gefördert. Die Verbindung aus Fairtrade, Grüner Knopf und eigenem Verhaltenskodex hat erneut zu verbesserten Maßnahmen bei allen eigenen und beauftragten Betrieben geführt.
Unser Streben nach Klimaneutralität und Ressourcenschonung hat indes nicht nachgelassen. Bei allen Zertifizierungen sind erfolgreiche Audits erfolgt. Weiterhin wurden energetische und ergonomische Verbesserungen an mehreren Standorten vorgenommen.

Wiederum hat das vorausschauende Mitdenken und der Einsatz der Mitarbeiter/innen der teamdress-Gruppe viele der genannten Probleme bewältigen können. Gleichzeitig wurde die Kommunikation entlang der Gruppe deutlich verstärkt und Synergieeffekte durch die engere Verbindung der Marken teamdress® und DeBerkel® auch im Sinne der Nachhaltigkeit gefördert.

Unterschrift

Hamburg, den 22.11.2022


Unternehmen

Seit 1920 ist Teamdress ein kreativer und zuverlässiger Konfektionär mit Schwerpunkt Textilservice und Wäschereizulieferung im deutschsprachigen, im Benelux-Raum und in Polen.

Nach wie vor erfolgt der komplette Produktentstehungsprozess aus eigener Hand. Unsere langjährige Erfahrung sowie unsere Kompetenz in Produktgestaltung, Beratung, und gemeinschaftlicher Projektumsetzung bilden die Vertrauensgrundlage für unsere Kunden. Hierfür verfügen wir über verschiedene Zertifizierungen und verfolgen unterschiedliche Engagements:

  • ISO 9001:2015
  • Kat. 3 PSA –Zertifizierung
  • STANDARD 100 by OEKO-TEX®
  • Mitglied der Fair Wear Foundation
  • Mitglied im Bündnis für nachhaltige Textilien
  • Fairtrade-Siegel
  • Meta-Siegel der Grüne Knopf

Siegel

Die Teamdress-Gruppe produziert weiterhin an Standorten in Europa oder dessen Grenzgebiet, teils in eigenen Werken in Polen und der Ukraine, teils über Auftragsfertigung in Moldawien, der Ukraine, Bosnien, Bulgarien, Albanien und neuerdings auch Usbekistan. Unsere Richtlinien für Entwicklung, Planung und Produktion sind gleichbleibend ausgerichtet an folgenden Elementen:

  • Ressourcenschonung
  • Höchste Ansprüche an Qualität und somit strenge Fokussierung auf Langlebigkeit
  • Optimierung der Fertigung nach „Mini/Max“-Zahlen
    • Auftragsbezogene Produktion
    • Keine Trend- oder Fast-Fashion, somit keine Überproduktion und keine Produktentsorgung
    • Kontinuierliche Produktion; bei geringerer Auftragslage werden Standardartikel als Lagerware produziert
  • Nachhaltiges Wirtschaften in den Produktionsbetrieben, sowohl ökologisch, als auch im Arbeitsumfeld der Mitarbeiter/innen

Dieses Vorgehen richtet sich nicht nur an ökologischen Zielen aus, sondern verfolgt ebenso große Kundenzufriedenheit. Sehr geringe Reklamationszahlen und lange Haltbarkeit unserer Produkte bewirken erfolgreich das Erreichen beider Ziele.


FAIR WEAR - Link: Teamdress-BRAND PERFORMANCE CHECK

Bündnis für nachhaltige Textilien - Link: Teamdress-MEMBER REPORT


Produktpolitik

Der in den letzten Berichten vorgestellte Leitgedanke zur Langlebigkeit, und damit Ressourcenschonung, der Teamdress-Produkte hat weiterhin vollen Bestand. Das Augenmerk und das Erreichen unserer ökologischen Ziele liegen unverändert auf der Kombination von hoher Qualität, Langlebigkeit und Tragekomfort.

Die hohen Qualitätsansprüche an alle Stufen der Produktentstehung werden fortlaufend in unser Qualitätsmanagement implementiert und entsprechend dokumentiert. Seit 1993 ist dieses gemäß der DIN EN ISO 9001 durch die DEKRA zertifiziert

Neben dem Einsatz von Geweben mit hohem Polyesteranteil und langlebigen Rohstoffen und Zutaten ist unsere Berufsbekleidung stets so ausgelegt, dass Reparaturen einfach durchzuführen sind. Für alle Kollektionen können Reparaturmaterialien von unseren Kunden bei uns bezogen werden.

Die Verringerung der Notwendigkeit von Neuanschaffungen sorgt entsprechend anhaltend für verminderte Produktionsemissionen und schont Ressourcen.

Regelmäßige Fortbildung und eingehende Absprachen mit unseren Lieferanten sorgen dafür, dass Fehlerquellen bei Entwicklung, Rohwarenbeschaffung und Produktion rechtzeitig erkannt und Produktrisiken damit weiter vermindert werden.

Zertifikat

Rohstoffeinsatz

Der Einsatz von recyceltem Polyester wurde, wie im Vorjahresbericht vorgesehen, ausgebaut. Weiterhin kommt dieses Recyclingmaterial vorwiegend in der EcoRover-Kollektion von Teamdress zum Einsatz. Dort werden beispielsweise in einer entsprechenden Bundjacke umgerechnet ca. 30 geschredderte PET-Flaschen verarbeitet. Derzeit laufen zwei Projekte mit Großkunden, bei welchen nachhaltiges Gewebe (recyceltes Polyester und Stretch) zum Einsatz gelangt.

Teamdress entwickelt zudem eine komplett neue Kollektion, welche auf den Vorgaben recyceltes Polyester (Ressourcenschonung) und Stretch (Tragekomfort) aufbaut.

Den vermehrten Einsatz von Bio-Baumwolle hat Teamdress seit längerem angestrebt, aber es zeigen sich weiterhin bekannte Probleme:

  • Wie bereits im Vorjahresbericht hervorgehoben, entspricht beileibe nicht alle als Bio-Baumwolle gekennzeichnete Rohware dem Anspruch an nachhaltigem Anbau. Stichproben in unserer Qualitätssicherung ergaben erneut Verunreinigungen durch genmanipuliertes Saatgut oder vorbelastete Böden.
  • Die Qualität der biologischen Rohware ist nicht immer für unsere Ansprüche ausreichend.
  • Es sind international mangelnde Kontrollverfahren für Bio-Baumwolle festzustellen. Als Herkunftsnachweise und Prüfdokumente liegen zumeist nur Papierzertifikate vor, welche sehr fälschungsanfällig sind. Markierungen und stringente digitale Nachweise sind kaum vorhanden. Hier besteht auf normsetzender Seite Korrekturbedarf.
  • Nach wie vor übersteigt die weltweite Nachfrage nach Bio-Baumwolle das vorhandene Angebot massiv. Die Menge ausgewiesener Fertigprodukte weicht stark von der äquivalent verfügbaren Rohstoffmenge ab.
Wassertrinker

Insbesondere in Hinblick auf den Süßwasserhaushalt und die Vermeidung pestizid- oder gentechnisch belasteter Böden ist der Einsatz von Bio-Baumwolle anzustreben und Teamdress wird dies weiter verfolgen. Voraussetzung ist aber eine tatsächlich verlässliche Nachverfolgung von Anbau und Gewinnung, um nicht falsche Ansätze zu fördern, die dem ökologischen Gedanken letztlich entgegenwirken.

Unsere Anforderungen an alle Rohmaterialien bleiben auf höchstmöglichem Niveau unter Einbeziehung der derzeitigen allgemeinen Knappheit. Neben der beschriebenen Verarbeitung lässt sich nur so unsere Ausrichtung an Langlebigkeit der Produkte wirklich erreichen. 

Zertifikat

Die Kollektionen TeamCare und TeamChef wurden im Zuge der engeren Markenbindung von teamdress® und DeBerkel® gemeinsam entwickelt und werden auch auf Messen gemeinschaftlich präsentiert. Personal- und Ressourcenaufwand werden somit verringert, um Preisreduktionen umzusetzen.

Neue Rohstoffprodukte im Sinne der Nachhaltigkeit werden stetig bei unseren Lieferanten recherchiert. Vieles ist hier noch in der Entwicklung, aber wir sind sehr zuversichtlich, auch hier demnächst neue Eigenschaften präsentieren zu können.

Nicht selten ergeben sich indes Probleme beim Einsatz recycelter Produkte. Häufig sind diese teurer als ein Neuprodukt, was dann eine ungewollte Abwägung von Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit mit sich führt.


Sorgfaltspflicht

Entsorgung

Für alle Textilien gilt das Problem der umweltgerechten Entsorgung am Ende des Produktlebenszyklus. Mit unseren Kunden besteht jedenfalls die jeweilige Absprache, dass keine ausgetragene Berufsbekleidung im Naturkreislauf, sprich im Meer oder Grund und Boden, enden darf.

Vor allem Textilien mit Kunstfaseranteil lassen sich schwer rezyklieren. Der zeitliche und energetische Aufwand rechtfertigt dieses Vorgehen kaum.
Bei einer thermischen Verwertung ist zu beachten, dass eine Verbrennungstemperatur von deutlich über 900°C erreicht werden muss, damit bestimmte Schadstoffe, wie z.B. aromatische Kohlenwasserstoffe, nicht entstehen. Ebenso ist die Filtrierung von Feinstaubemissionen zu beachten.

Hinsichtlich der Wiederverwertung hält das holländische Mitglied der Teamdress-Gruppe, die De Berkel B.V. mit Sitz in Varsseveld / NL, eine Vereinbarung mit dem Radboud-Krankenhaus zur Rücknahme gebrauchter Berufsbekleidung weiterhin aufrecht. Diese beinhaltet, dass die Bekleidung aufbereitet und zu Filzrollen verarbeitet wird.

Wir prüfen weiterhin mehrere Verfahren, welche einen energetisch vorteilhaften und emissionsarmen Ansatz der Verwertung ausgetragener Berufsbekleidung verfolgen.

Mitarbeiter

Wir sind uns unserer sozialen Verantwortung stets bewusst und achten auf faire und sichere Arbeitsbedingungen entlang der gesamten Produktionskette.

In unseren eigenen Fertigungsbetrieben im europäischen Ausland stellen wir seit Jahren sicher, dass weder Kinderarbeit anfällt, noch dass die Bildung von und Teilnahme an Interessensvertretungen der Arbeitnehmer eingeschränkt ist. Weiterhin wurden Vertrauenspersonen etabliert, welche als Ansprechpartner bei etwaigen Problemen agieren. Bis dato wurden uns keine Fälle von Diskriminierung oder Belästigung gemeldet.
In allen Verträgen mit Auftragsfertigern wurden die Einhaltung sozialer Standards und die erforderliche Sicherheit am Arbeitsplatz eingearbeitet. Hierbei haben wir nicht nur auf unseren eigenen Verhaltenskodex hingewiesen, sondern auch auf die Erfordernisse, die unsere verschiedenen Zertifizierungen mit sich bringen.

Näherin

An allen unseren Fertigungsstandorten, besonders aber an unserem neuen Standort Usbekistan, hat der beratende Einsatz unserer Techniker/innen vor Ort, mit dem primären Ziel, Arbeitsprozesse zu optimieren, in aller Regel einhergehend die entsprechende Einhaltung von Standards und Sicherheit bestätigt. Es gab wenige Ausnahmen, die uns dann aber veranlasst haben, die Zusammenarbeit mit den Produktionsstandorten zu beenden.

Die genannten Techniker/innen haben auch in diesem Berichtszeitraum erfolgreich Optimierungen an Auftragsarbeitsplätzen umsetzen können. Dieses resultierte stets in verbesserten Arbeitsbedingungen und erhöhter Effektivität, welche verbesserte Entlohnung ermöglichten. Hierfür gilt unser besonderer Dank diesen so engagierten Techniker/innen.

Weiterhin wurde sowohl an die Geschäftsleitungen der eigenen Produktionen, als auch an die Auftragsfertiger das Verbot ausgesprochen, Fertigungsaufträge an Subunternehmer weiterzureichen. Dieses Verbot bewirkte einerseits eine Verbesserung der Qualitätsprüfung, andererseits insbesondere aber die Umgehung von Lohn- und Sicherheitsstandards.

Für den Standort Usbekistan wurde zudem ein Pilotprojekt initiiert, welches dem Beispiel der dualen Ausbildung in Deutschland folgt. Mit Hilfe der GIZ wird ein grundlegendes Bildungsprogramm für Näher/innen und Mechaniker/innen eingerichtet, welches durch eine begleitende praxisbezogene Ausbildung die Arbeitseffektivität im Bekleidungssektor erhöht. Somit wird gleichermaßen für eine bessere berufliche Perspektive bei gleichzeitig erhöhter Verdienstmöglichkeit gesorgt. Sowohl die Regierung der Region Fergana, als auch das usbekische Bildungsministerium unterstützen dieses wegweisende Projekt.

Unsere eigenen Produktionsbetriebe wie auch Fremdbetriebe sind an die Grundsätze der Fair Wear Foundation und die des Grünen Knopfes gebunden und werden regelmäßig Sozialaudits unterzogen. Auch im Berichtszeitraum verliefen diese Audits positiv.

Im Zuge eines Umzugs der Hamburger Zentrale wurden verstellbare Schreibtische für deutlich verbesserte Ergonomie sowie Leuchten im Tageslichtspektrum für geringere Arbeitsbelastung installiert.


Fairwear Beschwerdemanagement

Die Teamdress Holding GmbH ist Mitglied der Fair Wear Foundation (FWF). Alle unsere Produktionsstätten sind vertraglich zur Einhaltung des Code of Labour Practices der FWF verpflichtet.

Fairwear

In allen Produktionsstätten ist ein Informationsblatt zum Code of Labour Practices in der jeweiligen Landessprache mit erläuternden Bildern ausgehängt. Darauf ist auch beschrieben, was zu tun ist, falls Verstöße gegen diese Standards vorkommen.

Fairwear

Kann innerhalb der Produktionsstätte keine Lösung für das Problem gefunden werden, kann sich der Mitarbeiter mit seiner Beschwerde direkt an die FWF wenden.
Die FWF hat einen detaillierten und der Brisanz der Beschwerde angepassten Prozess definiert, wie eine Beschwerde geprüft, an das zuständige Mitglied weitergeleitet und von diesem bearbeitet wird.

Truck

Wir haben uns dazu verpflichtet, bei jeder Beschwerde gemeinsam mit dem Betroffenen und dem Management der Produktionsstätte Abhilfe zu schaffen; dies schließt gegebenenfalls eine Wiedergutmachung ein.
Jeder Einzelfall muss individuell betrachtet und geklärt werden.
Die gemeinsam festgelegten Abhilfemaßnahmen werden von der Teamdress Holding GmbH und der FWF begleitet und überwacht.
 
Die letzte Beschwerde wurde im Juli 2013 eingereicht und abgeschlossen.


Link zum: Teamdress-BRAND PERFORMANCE CHECK


Fairtrade

Weil Bäuerinnen und Bauern über das Fairtrade Rohstoffmodell für Baumwolle größere Mengen ihrer Baumwolle verkaufen können, eröffnen sich ihnen sowohl gerechtere Handelsbedingungen, als auch neue Wege für einen sozialen Wandel und mehr Umweltschutz. Erfahren Sie mehr unter www.info.fairtrade.net/sourcing.

Zur Unterstützung der Fairtrade-Lieferkette hat sich Teamdress verpflichtet, jährlich 30 Tonnen Rohbaumwolle aus Fairtrade-Quellen zu beschaffen; mit steigender Tendenz. Hierdurch wird dazu beigetragen, dass Bauern, welche nicht optimal an die Fairtrade-Lieferkette angebunden sind, ihre Aktivität weiterhin bestreiten können.

Neue Kollektion im Workwear- und PSA-Bereich sind mit Fairtrade gekennzeichnet. Wir sind weiterhin bestrebt, diesen Anteil zu erhöhen.

Fairtrade

Logistik und Disposition

An den Fleiß und die Kreativität unserer Logistik-Mitarbeiter/innen wurde in den letzten zwei Jahren ein hoher Anspruch gestellt. Das Erfordernis, multiple Produktionsstandorte mit Rohwaren zu versorgen und dort Fertigwaren abzuholen, stellte eine stetige Herausforderung dar, insbesondere da aus Kosten- und Umweltgründen keine halbleeren LKWs geschickt werden sollten. Der Transport in und aus der Ukraine erhöhte diesen Aufwand nochmals merklich, wurde aber mit Lob für alle Beteiligten fast durchgehend bewerkstelligt.

Nicht nur in der Rohstoffauswahl, sondern auch in der Disposition wird weiterhin auf die Verminderung von Warengewichten geachtet, um emissionsmindernd und ressourcenschonend zu agieren.

Für die Produktion ergaben sich neue Anforderungen an Kapazitäten. Pandemie- und kriegsbedingt stehen in Ostasien deutlich weniger Produktionsmöglichkeiten zur Verfügung, was Hersteller von Modebekleidung dazu veranlasste, wieder Produktionsstandorte in Europa zu suchen. Hierdurch sehen wir uns einem Verdrängungswettbewerb bei Auftragsfertigern ausgesetzt, insbesondere da Modebekleidung in aller Regel erheblich leichter zu produzieren ist als Berufsbekleidung. Bisher konnten wir dieser möglichen Verdrängung durch unsere langjährig intensive Kontaktpflege gut begegnen. Die nunmehr wieder vorhandenen Besuchsmöglichkeiten wurden von uns in diesem Sinne soweit wie möglich genutzt.

Truck

Covid-19

Obwohl die akute Bedrohung durch Covid-19 sukzessive nachgelassen hat, hat die Teamdress-Gruppe an einigen in der Vergangenheit getroffenen Maßnahmen festgehalten. Am Hauptsitz Hamburg sind weiterhin Luftreinigungsgeräte dann im Einsatz, wenn eine ausreichende Lüftung wetterbedingt nicht erfolgen kann, was der Empfehlung der GAeF entspricht.

Am Hauptsitz in Hamburg ist seit langem eine sehr hohe Impfquote zu verzeichnen. Wir danken entsprechend unseren Mitarbeiter/innen für deren Umsicht.

An unseren anderen Standorten sprechen wir im Rahmen unserer Möglichkeiten Empfehlungen aus, um die Impfquoten zu erhöhen. An einigen Standorten, an denen staatliche Anstrengungen nicht erweitert wurden, haben wir eigene Anreize geschaffen, um die Impfquote weiter zu fördern.

Wir danken an dieser Stelle allen unseren Mitarbeiter/innen, die große Bedachtsamkeit und Ruhe im Umgang mit Covid-19 gezeigt haben und, vielfach unter Vernachlässigung eigener Freizeit, die durch die Einschränkungen verursachten Fehlzeiten und Ausfälle ausgeglichen haben.


Energiemanagement

Die Reduzierung von CO2 bleibt das zentrale Thema im Bereich Energiemanagement. Die 1998 durch unsere Gesellschafter erworbenen zwei Wasserkraftwerke mit Standort Deutschland tragen einen erheblichen Teil zum letztendlichen Ziel der CO2-Neutralität bei.

In unserem letzten Bericht wurde bereits auf die Installation einer PV-Anlage am Standort Polen verwiesen.
Technisch bedingt wurden 2021 mit 46 MW 21% des eigenen Strombedarfs durch die PV-Anlage erzeugt, weitere 9% ins öffentliche Netz eingespeist. Für 2022 wird die Stromproduktion bei rund 50 MW liegen, womit sich der Anteil am eigenen Strombedarf erhöhen wird. Unsere PV-Anlage mit deutschem Ursprung liefert damit weiterhin einen überdurchschnittlichen Ertrag pro installiertem kWp.

Solar
Solar

 


Da Polen den allergrößten Anteil seines Strombedarfs aus Kohlekraftwerken bezieht, bewirkt die Anlage somit jährlich eine rechnerische Verminderung von CO2-Emissionen in Höhe von ca. 21 Tonnen. Das entspricht der Emission einer Fahrleistung von 150.000 km p.a. eines durchschnittlichen Benzin-PKWs.


Teamdress lässt aktuell zwei Angebote über zusätzliche 50 MW/h bzw. 100 MW/h einholen. Angebote und die Entscheidung der Umsetzung stehen noch aus.